Wir nennen es Dosenfischen

Dosenfischen: Geocaching-Podcast 203

Du legst als Owner einen Geocache. Du gibst dir viel Mühe, investierst Zeit, denkst dir Sachen aus, baust Stationen, überlegst dir das Listing. Dann veröffentlichst du den Cache. Die Leute suchen den Cache. Sie finden ihn auch. Sie finden ihn aber nicht so, wie du es wolltest. Denn statt die Stationen, die du mit viel Mühe erschaffen hast, an- und abzulaufen, gehen sie zielgerichtet zum Final. Und loggen. Die Frage: Kannst du als Owner dann als Reaktion darauf die Wertung für D/T absenken – weil ja der Cache gar nicht so gemacht wird, wie er von dir gedacht ist?

Wir streiten heute (konstruktiv!) vor allem über dieses Thema. Denn ganz so einfach ist das ja nicht. Wir freuen uns dazu auf und über eure Meinungen in den Kommentaren.

Und dann reden wir unter anderem noch über die folgenden Themen:

* GeoGuessr – Ein Spiel, das uns einerseits Kort wieder in Erinnerung ruft, anderseits aber auch ganz anders ist: Auf Basis von Google Streetview musst du Orte versuchen, möglichst genau zu lokalisieren. Gibt natürlich Punkte…

* Ownerwachs – Ein weiterer Satellit geht ins All. Codename Ownerwachs. Unterzeile: Alles wird besser.

* Cachetool – Schaut, was für ein komfortables Werkzeug. Mit gleich sieben ganz komfortablen Funktionen. Und: Vom Gründel erdacht.

* Cabimans Coin – Endlich hat die Coin von Cabiman ihr Ziel erreicht. Sie ist in Schwerin angekommen und wurde per Hand übergeben. Das Team jekejaerfi (ich geb zu, ich musste wieder nachschauen) hat die Übergabe mit einer fast kompletten Runde um den Schweriner See verbunden.

* Schrottimmobilien – Nein, es ist nicht das Aus für LostPlaces. Aber es bedeutet im Zweifel mehr Handhabe von Kommunen bei eben jenen. Die Rede ist von einer Neuregelung im Baugesetzbuch.

* Es ist ein Boot – Wie praktisch und naheliegend – eine Dachbox verwandelt sich in ein Boot. Mit dem könnte man zum Beispiel zum Betonschiff Redentin gemeinsam mit OlliMcFly paddeln. Von Wismar aus.

Viel Spaß beim Hören.

7 Kommentare

  1. gerade im Zug auf dem Weg zur Arbeit durchgehört!
    zum nicknamen jekejaerfi: den finden wir auch schrecklich! Aber aufgrund von dauerhafter Einfallslosigkeit haben wir uns damals zum Vornamenmix entschlossen. Dabei geht es dem Alter nach die Namen durch. Ja, wir haben 3 Gören! 😉
    Jana, Erik und Finn. Ich denke, das ist auch ohne es hier explizit zu erwähnen leicht online zu recherchieren, daher sehe ich darin kein Problem es hier zu posten.
    Zurück gelegte Streckenlängen beim “Himmelfahrtskommando” waren nicht 35 und 27, sondern 33 und 19. Ich hatte ja das GPSr mitlaufen und habe die Streckenaufzeichnung von Pausen etc. bereinigt. Der Tageskilometerzähler übertreibt leider immer maßlos! Ja, es war mir ein Bedürfnis diese Unwichtigkeit zu korrigieren.
    Ansonsten hattet ihr wiedereinmal viele tolle und interessante Themen angesprochen.
    Insbesondere das Thema Cache-Owner”bedürfnisse” und Suchstrategien:
    Man, es ist sehr schwer, hier zwischen euren Meinungen zu “wählen”. Nein, so ist es mal wieder falsch ausgedrückt: Ich (und ich glaube, da spreche ich gleichermaßen für Kerstin) bin immer wieder sehr enttäuscht, wenn Caches nicht so angegangen werden, wie der Owner es eigentlich beabsichtigt hat. Eine dieser imho ärgerlichen Varianten, die wir leider auch schon einige Male praktiziert haben, ist, wenn man im Falle, dass eine Station nicht mehr vorhanden ist, oder man zu blöde war, über Ausschlußverfahren zum Final kommt, bzw. die Extremform davon: BrutefForce-Suche!
    Rechte des Owners: man ist als Owner ja durch die Regularien bei Groundspeak vom Grundsatz her entmündigt! Das Recht, einem Mitspieler den Fund streitig zu machen ist nicht möglich. Das finde ich so auch grundsätzlich in Ordnung, denn es kann nicht sein, dass man der Willkür des Owners ausgesetzt ist (aber auch hier gibt es wieder Fälle, bei der man auch dies als Owner vornehmen können müsste, vor allem, wenn durch den Sucher gezielt Unfriede gestiftet werden soll!).
    Ich denke, als Owner wird man NIE verhindern können, dass Caches anders gesucht und gefunden werden, als man eigentlich vorgesehen hat. Man darf aber auch eines nicht vergessen: Es (geocaching) ist nur ein Spiel!
    Und von daher kann ich nur mit einem müden Lächeln (und zusammengebissenen Zähnen ;)) über die Punktegeilheit einiger/vieler lachen!
    Aber wenn das Spiel schon nahezu zum existenziellen Hauptbestandteil deren Leben wird, dann macht mich das eher traurig!
    Es geht unserer Meinung nach auch total am eigentlichen(?) Ziel des Spieles vorbei, denn hier wird ein Zeigen eines interessanten oder schönen Ortes, dem Rätseln, dem Suchen, der Basteleien von Stationen der Atmosphäre der Location total aus geblendet und alles auf eine schnöde Erhöhung der Fundzahl im Profil reduziert. Das ist für uns definitiv nicht mehr geocaching!
    Deshalb, also wirklich nur, weil man es nicht akzeptieren kann, wie die Dose gefunden wurde, dann einen Cache zu archivieren halte ich für übertrieben. D/T-Wertung anpassen finde ich total in Ordnung, denn ich bin der Meinung, diese “Selbstbestimmung” sollte dem Owner auf jeden Fall erhalten bleiben. Diese Wertungen sind ohnehin so unterschiedlich und subjektiv, dass man da niemanden einen Vorwurf machen kann, wenn Wertungen nicht der eigenen Vorstellung entsprechen (grobe und “vorsätzliche” Manipulationen aussen vor!).
    Bestrafung der “ehrlichen Spieler”: Ist das wirklich eine Strafe? Man, was ist denn so wichtig an der Matrix? Wenn die nicht mehr voll ist, oder nicht mehr 5 oder 10 mal komplett gefüllt ist, dann kann man sich – wenn es einem wirklich so wichtig ist – einen anderen Cache mit gleicher D/T-Wertung suchen und angehen. Das sollte doch kein großes Problem mehr sein, denn inzwischen liegen so viele Dosen herum, das man irgendwo etwas passendes finden sollte! (wenn man Pech hat, kann man da dann aber nicht mehr Sissi-cachen ;))
    O.k. einen ganz lieben Gruß an euch nach “Schwer hin”…

    je(kejaerfi)

    • Ich finde den Namen überhaupt nicht schrecklich. Er merkt sich nur eben sehr schwer 😉

      Danke für die Korrektur und die fundierte Meinung zur Diskussion. Liebe Grüße nach Lüneburg!

  2. shit: ich vergaß: Gabimans Coin ist noch in unseren virtuellen Händen!
    Bitte wieder übernehmen! Danke!

  3. Ich bin gerade noch am Hören, aber zum Thema Cache-Owner, Cache-Wertung, Cache-Weg-Umgehen:

    Ich bin selbst mehrfach Owner und habe schon einiges erlebt, habe aber auch schon einige T5 Caches mit Köpfchen anstatt zB. Kletterausrüstung geborgen.

    Man kann die Leute zu nichts zwingen, wer den Cache anders macht, als es gedacht ist,
    ok sei’s drum.
    Wenn ich einen 50km WanderMulti lege und irgendjemand fährt direkt zum Finale, dann entgeht ihm der Cache und er bescheißt sich selbst.
    Man macht doch einen Cache, um das Erlebnis zu haben. Über Leute, die einen Cache nur machen, um eine Lücke in Ihrer “Matrix” zu füllen, kann ich einfach nur lachen 😀
    Die D- und T-Wertung sind doch dazu gedacht, um die Suche und Bergung planen, bzw. vorher ausschließen zu können.
    Diese Challenges haben echt einiges kaputt gemacht und ich bin dafür, dass die Owner von wirklich richtigen Caches, im ursprünglichen Sinne, eine uninteressante D/T-Kombination wählen, so dass die Matrix Fetischisten fernbleiben *hach*

    Sonnige Grüße 🙂

  4. …. da ihr ja auch so von der Orient Rallye schwärmt, wünsche ich mir hiermit einen Sonderpodcast mit Stories der BorderCounter 🙂

    oder auch zwei…
    oder drei…

  5. Der Podcast ist ja jetzt schon wieder ein paar Tage her, ich wollte aber gerne noch eine Geschichte zum Thema “alternative Suchmethoden” los werden, die sich bei unserem Mystery “Neusser Schiffe versenken” (GC3X84R) zugetragen hat.
    Bei dem Cache handelt es sich um einen Suchmystery, bei dem man an verschiedenen Koordinaten Aussagen überprüfen muss, um die Schiffe in einem 5×5-Raster zu finden (ist nicht wirklich eine neue Idee, macht aber Spaß).
    Kurz nach dem Publish machten sich natürlich die FTF-Jäger unserer Region auf die Jagd. Dabei gab es zwei Herangehensweisen: Während die eine Gruppe in mehreren Teams möglichst schnell möglichst viele Koordinaten abklapperte, löste ein Einzelkämpfer die Aufgabe theoretisch am Rechner (basierend auf meinen Final-Formeln im Prinzip per Brute Force).
    Das Ergebnis war spaßig:
    Der Einzelkämpfer war tatsächlich als erster am Final.
    Das Suchteam hat wegen eines Zahlendrehers nahezu zeitgleich an falschen Koordinaten ebenfalls eine jungfräuliche Dose gefunden, die nicht zu unserem “Schiffe versenken” gehört sondern wohl zu einem zu der Zeit noch nicht veröffentlichten Cache. Zur Verwunderung des Teams gab es dann plötzlich einen Online-FTF-Log, obwohl nichts davon im (falschen) Logbuch zu finden war. Es wurde wild hin und her telefoniert, bis die Situation geklärt war. Die Logs dazu sind recht lustig zu lesen.
    Seitdem gibt es immer wieder auch Logs von Leuten, die den Cache ohne “Umwege” rein aufgrund von Ortskenntnissen und Tante Google lösen.
    Für mich als Owner ist es aber eigentlich egal, was die Leute so veranstalten, um den Cache zu finden. Hauptsache, jeder hat (seinen) Spaß dran.

    Viele Grüße
    Stefan von den meinholdinis

  6. Hallo zusammen,

    ich selber habe auch einen Multi hier bei uns in der Region gelegt. Nach der Veröffentlichung kamen dann immer mal wieder Teams, die den Cache gegoggt haben und alternative Lösungen zum Final ermittelt hatten. Durch welche Ortskenntnisse oder Rechenwege auch immer kamen sie auf das Final. Am Anfang habe ich mich auch ein wenig darüber geärgert, aber je länger man darüber nachdenkt, desto eher ist es mir doch eher egal. Wer die Stationen nicht macht, verpasst einfach den Sinn und Zweck dieses Caches. In diesem Fall einfach unser herrliche Gegend. Naja, dann ist es halt einfach so, dass in diesem Fall es nur um das Statistikpünktchen ging. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich das Listing und die Rechnungen abändern soll, um diesen Weg zu unterbinden. Ich habe mich aber bewusst dagegen entschieden. Wer sich um den Spass selber bringen will, der soll das gerne tun. Ich freue mich aber über jedes Log, bei dem ich lese, dass der Cache mit allen Stationen abgearbeitet wurde, und das es dem Cacher oder den Teams Spass gemacht hat. Das reicht mir völlig. Wer es anders macht, kann es gerne tun, aber der verpasst einfach was.

    Gruß

    Martin von den Falken

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