Wir nennen es Dosenfischen

Dosenfischen – der Podcast 163

Was für ein Wochenende. Reden wir mal nicht über das Wetter – das wurde schon ausgiebig thematisiert. Reden wir mal über das Event. Das war nämlich etwas, was es in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur zum ersten Mal gab. Es war vielmehr ein Event an einem Ort, der einfach gemacht war für dieses Event. Der so faszinierend und beeindruckend war, der so unheimlich viel Platz und Raum bot für ebenso unheimlich viele wie spannende Aktivitäten. Natürlich ist Panzerfahren nicht jedermanns Sache. Aber hey: Wo hat man diese Möglichkeit heute schon. Und es gab ja auch noch so viel mehr: Trabbi schieben, Klettern, Hubschrauber bestaunen, Gadgets ausprobieren und kaufen. Aber vor allem anderen: Leute treffen. Leute, so weit das Auge reichte. Während uns das tagsüber gar nicht so wirklich aufgefallen ist, wurde es abends in der Halle mehr als deutlich. Waaaaahnsinnig viele Leute mit ebensolcher Laune – was für eine großartige Stimmung.

Foto: [martin]

Wir haben darüber hinaus heute natürlich noch weitere Themen im Gepäck, schliesslich hat sich in den letzten Tagen und Wochen einiges angesammelt. Wir reden über:
* Stau am Betonschiff – Das Event sorgt auch für reichlich Logs an vielen Caches in MV. So viele Logs, wie es sonst vielleicht in einem Jahr hier gibt.
* FTF für alle – ein Cachekonzept, das etwas anders, aber nach den Worten der ersten Finder interessant ist.
* Neuer TrendPackrafting, Schlauchboot im Rucksack auf dem Rücken, klingt zumindest erstmal merkwürdig, ist aber etwas, das unter anderem den sandmann schwer begeistert.
* GSAK auf Android – die App GDAK hat sich Herr Zwischenmahlzeit mal angeschaut und ist davon mindestens angetan.
* Geocaching Hörspiel – das vermutlich erste Hörspiel zum Thema Geocaching ist da, hört auf den Namen “Die Geocacherbande” und ist zum Download verfügbar.
* Routenskripte – Cachetouren lassen sich mit ein paar Hilfsmitteln ganz komfortabel planen. Unter anderem mit GCTour oder auch einem GSAK-Makro.
* Geo-Groupie – die Coin ist unterwegs zum Currywurst-Inferno. Passt ja, auch scharf.
* GC30000 – der Run auf den Wegpunkt ist schon einige Zeit Geschichte, der Wegpunkt hat nun auch den vermutlich finalen Owner.
* Blu Caches – wir haben ein Start-Set bestellt und ausgepackt.
* Tool für Owner – HappyTeddy hat ein kleines, feines Tool gebastelt, das sich schon prima anfühlt. Cacheverwaltung auf dem Rechner. Das kann was richtig gutes werden.
* Geocoinfest – noch können Filme zum 2. Geocaching-Filmfest im Rahmen des Geocoinfest in Köln eingereicht werden.
* Überdosis Dosenfischer – Wer genug hat oder auch nicht genug bekommen kann, der kann sich die Überdosis an einem Cache abholen.
* Gediegener Genuss – wir haben endlich hübsche Gläser, aus denen wir das Getränk unserer Wahl geniessen können. Könnten, denn es ist heute KEINE EINZIGE FLASCHE Club-Mate im Hause Dosenfischer. KEINE! EINZIGE!! FLASCHE!!!11!!elf!!
* GC2BWQE
* Jagdgesetz contra Geocacher – in Hessen ist eine Novellierung des Jagdgesetzes beschlossen worden. Paragraph 23 ist der, der Geocacher wohl aus dem Wald vertreiben soll. Zitat:

(11) Das Stören des Wildes durch unberechtigtes Verlassen befestigter Wege im Wald zur Nachtzeit ist verboten; § 19a des Bundesjagdgesetzes bleibt hiervon unberührt.

* Papa will – ein neues Auto steht an? Dann vielleicht mal in Richtung Cachemobil überlegen…
* TomTom holt sich YodaTomTom hires Yoda. Und wer kommt bei Garmin vors Mikro?
* Big Brother – mit GC-Watch lassen sich Freunde auf geocaching.com (eine Funktion, die irgendwie ja derzeit keinen weiteren Nutzen hat) “beobachten”.

Viel Spass mit Dosenfischen – der Podcast 163

23 Kommentare

  1. Na da komme ich ja gerade recht ins Büro … Hab noch ein wenig Nachtschicht vor mir. Dann werde ich jetzt mal im Hintergrund den PodCast laden und dann später mit ins Bett nehmen. Allen eine gute Nacht!

  2. “Natürlich ist Panzerfahren nicht jedermanns Sache. …”
    ich habe zwar euren Podcast erst bis Min 33 hören können, da war die Busfahrt zuende und im Zug habe ich mich lieber nett mit einem Kollegen unterhalten, als nett unterhalten zu werden 😉 , aber ich denke, das Thema war bis dahin auch schon durchgefrühstückt. Daher hier meinen kleinen Kommentar zum Thema:
    Ich bin auch mit dem Raketenwerfer mitgefahren und konnte die Themen “Bundeswehr/Armee/Kriegsführung/Waffen etc.” gut ausblenden, denn hier ging es lediglich darum mit einem sehr geländefähigen Fahrzeug Spaß zu haben. Irgendwo (sicher ein “du Rohr”-Video hatte jemand gesagt/geschrieben: Achterbahnfahrt!
    Das trifft die Sache ganz gut und ich habe mich an die Zeit erinnern können, an der ich noch jung und knackig war und selbst mit meiner Honda XL 250 über den Truppenübungsplatz geheizt bin… ja das war zu “günstigen” Zeiten wirklich machbar. Man durfte sich – wie immer – nur nicht erwischen lassen!
    Also was ich mit den vielen Worten sagen will: ich denke nicht, dass viele das “Panzerfahren” wirklich mit dem ureigensten Zwecke dieser Gefährte in Verbindung gebracht, sondern sich lediglich an der Kraft und der Geländefähigkeit erfreut haben. Und das ist meiner Meinung nach auch o.k.

    viele Grüße

    Jens

  3. Hey sagt mal wer von euch war so lieb mir die Handtücher zu leihen?

    Am SO war derjenige schon weg, würde die aber natürlich gerne zusenden, wo er mir ja schon die (nasse) Haut gerettet hat 🙂

  4. ich würd auch gerne wissen, wie das system des “ftf for all” funktioniert. bisher bin ich schon ein paar mal dran vorbeigefahren, hatte aber nie eine schere dabei. vielleicht schaffe ich das noch bis nächsten mittwoch, dann werd ich euch berichten. ihr könnt mir auch mal bei twitter folgen, dann bekommt ihr es hautnah mit… @geobeef

    beef_productions

  5. was für ein geiles foto von über der bühne! wer hat das gemacht?

    • Ohje, haben wir das gar nicht dazu geschrieben? Martin natürlich!

  6. Das war ja mal wieder ein richtiger gute-Laune-Podcast mit vielen interessanten Themen.
    Hab ihn gestern gehört, während ich in HH rumgelaufen bin (im Regen, kein Geocaching) und war traurig, als er dann zu Ende war.
    Danke schön dafür.

  7. Hallo ihr beiden,

    danke für den schicken Podcast – der hat uns gestern die Heimfahrt aus dem verlängerten Lost in MV-Urlaub verkürzt.
    Das TB Hotel am Strom ahben wir ebenfalls gleich noch mitgenommen, als ihr uns drauf aufmerksam gemacht habt.

    Zu TSP-Problem mit dem nüvi: Der Hinweis kommt nicht von mir. Evtl. ein anderer Eastpak? (i’sch ‘abe gar keine nüvi…)

    Tomtomstimmen mit Darh Vader? Gibt es bereits: Siehe http://www.youtube.com/watch?v=2ljFfL-mL70

  8. Leider konnten wir bei dem Konzert nicht dabei sein – wir mußten unseren Stand festhalten und zusehen wie der Platz vor uns langsam im Wasser versank. Zum Glück hielt meine Konstruktion mit der zusätzlichen Plane zumindest das Wasser von oben ab, aber meine an dem Abend noch geplante Taschenlampenvorführung nach dem Konzert fiel leider buchstäblich ins Wasser und da nicht zu erwarten war, das jemand aus der trockenen Halle sich danach noch ins Überschwemmungsgebiet “Händlermeile” verirrte brachen wir dann doch für den Tag ab.

    Hoffe auf dem nächsten Mega bleibt es abends trocken, so das wir da dann die Vorführung nachholen können.

    Ach übrigens danke für den Tip mit dem neuen Cachemobil, leider hat sich für unsere Breiten auch unser Jeti bewährt, zumindest sind wir gut und trockenen Fußes 3 Mal durch die überschwemmte Zu- / Abfahrt zum Gelände gekommen. 😉 Aber mit dem Marauder, da könnte ich schon warm werden… man schaue sich den Testbericht von Topgear an… http://www.dailymotion.com/video/xjyi7k_top-gear-marauder-17-season_fun
    Also zumindest sind die Ausparkprobleme auf dem Supermarktparkplatz geschichte und bei Stau nimmt man einfach das Feld nebenan.

    Gruß,
    Jörg

  9. Hallo Ihr beiden,

    das Konzept des Packraftings ist so neu auch wieder nicht… das Prinzip des Faltbootes ist schon gut 100 Jahre alt. Neu oder zumindest herausragend könnte in diesem Zusammenhang die besondere Wildwassertauglichkeit sein…hier sind herkömmliche Faltboote oft empfindlich oder zumindest nicht unbedingt wildwassertauglich. Aber auch im Wildwasserbereich gibt es bereits taugliche und haltbare Boote mit geringem Gewicht und kleinem Packmaß. Da müßte man einmal schauen, wo das von Euch vorgestellte Boot tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal hat.

    Für ruhigere Gewässer nehme ich z.B. den Scubi. Ein Faltboot von knapp 10 kg Gewicht, Packmaß der Tasche liegt bei ca. 80 cm.
    Muß man nicht in den USA bestellen, sondern gibt es in Deutschland zu kaufen. Und die drei Paddel-Caches bei Lost in MV konnte man ganz problemlos damit erreichen. Und das Betonschiff Redentin auch. Und noch einige andere schöne Stellen in MV.

    Wenn der Herr Sandmann es auf dem Wasser also nicht zu wild treiben möchte, dann gibt es bestimmt auch in Deutschland ein taugliches kleingepacktes Boot für ihn 😉

    Viele Grüße,
    Arenque

  10. Sorry aber ich muss noch mal etwas zum podcast schreiben:
    Sandmann sagte, er würde die Gesetzesänderung nicht verstehen und kritisiert eben, dass ja Jäger auch in der Nacht im Wald herum”hängen”. (ich hoffe, ich gebe das jetzt aus dem Gedächtnis richtig wieder)
    Ich kann seine geäusserten Gedanken gut nachvollziehen, aber leider nicht akzeptieren:
    Jäger und Förster haben eine Aufgabe, einen Job, einen Beruf, eine Verpflichtung (sucht euch aus, was ihr meint, was besser passt!). Dies ist nicht mit unserem Hobby/Spiel zu vergleichen. Wir sind doch selbst Schuld daran, wenn hier nun gesetzliche Hürden aufgebaut werden, denn es muss doch immer schwerer, immer gewagter werden. Solange das Spiel noch von rel. wenigen gespielt wurde, war dies noch akzeptabel. Aber inzwischen werden die Wälder ja regelrecht niedergecacht und wenn dann andere “Gruppen”, die hochwertigere Interessen verfolgen ein Veto einlegen, ist das meiner Meinung nach verständlich und o.k.
    Mich würde es jedoch auch ärgern, wenn in Niedersachsen entsprechende Passagen eingefügt würden, aber nochmals: sind wir nicht selbst Schuld?
    Es kommt mir im Podcast fast so vor, als ob ein Kind zu schmollen anfängt, als seine Mutter ihm das Spielzeug mit den Worten “du tust anderen damit weh!” wegnimmt! 😉
    Sorry, aber das kann es doch nicht sein!
    Ich bin mir sicher, dass nun wieder einige aus ihren Löchern gekrochen kommen und mich als “ewig gestrigen” titulieren oder den Vergleich als Blödsinn hinstellen oder oder oder…
    Es ist meine Meinung und meine Wahrnehmung der letzten Monate/Jahre!
    Wenn wir nicht endlich umdenken und auf bestimmte Sachen einfach verzichten, wird das Spiel sicher nicht mehr lange spielbar sein.
    Zum Thema direkt: warum müssen die Stationen weit vom Weg entfernt aufgebaut werden? Warum muss es eine “Herausforderung” sein, schwer versteckt werden? Sind nicht stimmige, thematisch passende Stationen gleichermaßen schön/interessant?

    in diesem Sinne

    Gruß

    Jens

  11. hui, lieber Jens, am besten finde ich den Satz:

    Aber inzwischen werden die Wälder ja regelrecht niedergecacht und wenn dann andere “Gruppen”, die hochwertigere Interessen verfolgen ein Veto einlegen, ist das meiner Meinung nach verständlich und o.k.

    Was genau ist denn hochwertig? Die Höhe des Jägerstandes? Das ermorden von Tieren mit Explosionsgeschossen?

    Jaja, Hege und Pflege und blablabla, ich weiß. Warum fängt man die Tiere nicht einfach ohne sie umzunieten am Futterplatz such die Anzahl die zuviel ist raus und schläfert sie ein? Oder arbeitet mit medizinischen Mitteln die die Vermehrung einschränken bis die gewünschte Zahl erreicht ist?! Hat natürlich so gar nix damit zu tun das man ganz gern auf lebendige Ziele schiesst um später stolze Bilder mit den toten Tieren zu präsentieren?!

    Sorry, die Geocacher müssen sich zusammen nehmen, keine Frage, aber bitte hört endlich damit auf den Jäger immer als Tier- oder Waldlieb hinzustellen!

  12. @d-buddi:

    eigentlich sollte ich auf deine Polemik nicht antworten. Aber ich tue es wider besseren Wissens:
    Also ich esse sehr gern mal einen Rehrücken oder ähnliche Speisen. Wenn wir jetzt in die Diskussion über die Form der Tierhaltung und “Fleischgewinnung” abdriften, wo wollen wir dann mit der Diskussion aufhören?
    Es geht mir nicht um die Form wie die Hege und Pflege gestaltet wird, sondern darum, dass wir sicher nicht abstreiten können in bestimmten Situationen, in denen wir abseits der Wege den Reflektoren hinterher hecheln, Tiere in ihrer nächtlichen Ruhe stören. Wer das abstreitet, der lügt!
    Das vielleicht die hauptsächlichen Beweggründe für die Gesetzesänderung die sind, dass die Abschussquote nicht mehr stimmt, oder was weiss ich, das spielt hier auch keine Rolle!
    Warum wird man eigentlich, wenn man ein wenig krtischer über das Geschehen rundums Cachen spricht, gleich von der Seite angepflaumt?
    Ich bin kein Jäger, habe noch nie mit einem Gewehr oder Pistole oder Bolzenschussgerät oder Pfeil und Bogen auf Wild oder andere Tiere geschossen. Und ich werde es ohne Not sicher auch nie tun, aber dennoch denke ich, dass wir hier zwei absolut unterschiedliche Interessengruppen betrachten müssen und das Spiel geocaching sicher weniger wichtig ist, als das (meinetwegen, wenn du es so sehen willst) Spiel Jäger!
    Deine anderen Gedanken zur Hege sind ja wohl nicht ernst gemeint, oder?

  13. noch etwas: Andere Interessengruppen sind nicht nur die Jäger, sondern auch Förster und die Waldbesitzer, sowie Naturschützer/-schutzverbände!

    Aber das ist dir anscheinend auch egal! Hauptsache man hat seinen Spaß!

  14. @Jens dicht dran, aber versuch es ruhig noch mal, es geht mir um einen Satz und vor allem um die Worte “hochwertigere Interessen” die ich für einen Witz halte! Was du da anmahnst habe ich im letzten Satz ansonsten deutlich befürwortet. Also vor der vermeintlichen Retourkutsche einfach mal lesen.

    Und ja, natürlich meine ich es ernst das es keinerlei Grund gibt mit Waffen auf Tiere zu schiessen und schon gar nicht hinter dem Argument Hege und Pflege!

  15. @Jens
    Ich kann Deinem zweiten Kommentar eine Menge abgewinnen. Er verdeutlicht etwas besser, was Du da meinst, als der erste. Und natürlich hast Du Recht, das Wort “Interessengruppen” trifft es ganz gut, denn genau das ist die neutralste Bezeichnung. Es steht uns in dieser Diskussion ganz gut zu Gesicht, erstmal nicht über Sinn und Unsinn der Interessen selbst zu debattieren – da stünden wir Geocacher vielleicht auch gar nicht so gut da. Die Frage muss, da stimme ich Dir zu, sein: Wie können wir alle unsere Interessen wahren, unsere Rechte und unsere Ansprüche geltend machen und dabei so wenig wie möglich Konflikte auslösen. Und da müssen wir uns natürlich an die eigene Nase fassen. Was das im Detail bedeutet, das werden wir hier nicht klären – dafür braucht es sicher verschiedene Gesprächsforen. Das ist meine grundsätzliche Meinung dazu – das ist, wie soll ichs nennen, Realpolitik. Was geht, wie stehen wir da und was müssen wir tun, um nicht verdrängt zu werden.

    Das heißt aber noch lange nicht, dass ich das immer gebetsmühlenartig wiederholen und für alles Verständnis haben muss, was da an Argumenten gegen uns Geocacher vorgebracht wird. Da wird nämlich mindestens genau so viel Polemik und Ideologie gepredigt, wie – sicher – auch bei uns. Und das aufzuspießen ist, finde ich, im Podcast erlaubt, vielleicht sogar nötig.

    Ja, es gibt Jäger, die mit einem legitimen Ziel auf Tiere schießen – Hege und Pflege und und und. Und es gibt sicher mindestens genauso viele Jagdscheininhaber, die “Hege und Pflege” nur als Feigenblatt vor sich her tragen und eigentlich nur einmal in der Woche mit einer Waffe rumlaufen wollen, um was totzuschießen und Geocacher vor allem deshalb doof finden, weil sie nun den Wald nicht mehr für sich alleine haben. Sone und solche gibts, oder? Wie eigentlich immer. Und natürlich kommt es mir seltsam vor, wenn es heißt, wir zertrampeln die Natur und gleichzeitig zermanschen die gewaltigen Reifen von Holztransportern das letzte Tausendschönchen am Waldwegesrand. Will sagen, nicht immer ist auch Naturschutz drin, wenn Naturschutz draufsteht. Nicht immer sind Argumente auch wirklich Argumente, manchmal sind es auch nur Ausflüchte. Eins ist sicher und das ist jetzt wieder Realpolitik: Die bessere Lobby haben die anderen. Wir müssen mit viel Diplomatie daran arbeiten, weiterhin geduldet zu sein. Aber im Podcast, der für Geocacher ist, da will ich nicht immer diplomatisch sein. Da will ich meine Zweifel und meinen Ärger äußern.

  16. @D-Buddi
    Ich befürchte, dieses Wort “hochwertigere” ist etwas unglücklich, aber ich kann mir vorstellen, was gemeint ist. Nicht eine moralische Kategorie, sondern eine, die auf gesellschaftliche Akzeptanz, auf juristische Absicherung des Tuns zielt. Das heißt: Egal wie man dazu steht: Eigentum und Jagd und sogar Naturschutz sind gesetzlich geschützt und Eigentümer, Jäger und Naturschützer sind mit bestimmten Privilegien ausgestattet. Ob zu Recht oder Unrecht sei mal nicht weiter betrachtet. Wir hingegen suchen Tupperdosen im Wald. Das ist erstmal nichts weiter als eine Freizeitbeschäftigung. So könnte die Argumentation von Jens Sinn haben, oder?

  17. @sandmann: Richtig!

    Ich teile aber nur teilweise deine Meinung, da ich auch in Bezug auf die Harvester etc. wichtigere (vielleicht besser ausgedrückt) – da berufliche, finanzielle, ggf. sogar existenzielle – Interessen vorhanden sind.
    Natürlich heisst das nicht, dass damit alle Mittel und Wege erlaubt und richtig sind. Ich erkenne nur eben besonders bei uns geocachern immer wieder, dass hier ersteinmal mit dem Finger auf andere gezeigt wird und die eigenen Fehlverhalten unter den Tisch fallen, bzw. sogar als vollkommen in Ordnung betrachtet werden.
    Als podcaster, die eine große Teilmenge der Geocacher erreichen, hat man meiner Meinung eine besondere Verantwortung die dann auch mal so weit geht, dass man besser seine eigene Meinung etwas vorsichtiger ausdrückt und eben nicht undifferenziert andere Interessengruppen in Frage stellt.

    @d-buddi:
    wie möchtest du denn die Tiere, die du evtl. auch selbst auf deinem Teller sehen möchtest, “ermorden”? Deine Argumentation driftet leider in Richtung des generellen Fleischverzichtes ab. Das ist für diese Diskussion sicher eine Nummer zu hoch/weit weg. Und darüber will ich nicht diskutieren, da dies für mich persönlich nicht in Frage kommt, solange keine gesundheitlichen Gründe dies erzwingen würden.
    Retourkutsche: wenn du es so betrachtest, meinetwegen. Ich weiss, dass ich oft nicht diplomatisch genug bin, aber so bin ich eben! 😉

  18. @Jens

    Nein. Nein, nein und nochmals nein. So funktionieren das nicht. Es klingt bei Dir ein bisschen so, als hätte ich gesagt, dass wir immer alles richtig machen und die anderen immer alles falsch. So ist es nicht. Jetzt stell Dir mal vor, ich würde immer, wenn wir das Thema Interessenkollisionen behandeln einen langen Disclaimer vorlesen: “Die Dosenfischer setzen sich für naturverträgliches Cachen ein. Die Dosenfischer setzen sich dafür ein, die Interessen anderer zu beachten. Die Dosenfischer… blablabla…” Wie langweilig wäre das denn?! Unser Podcast lebt nunmal von Meinungen und Meinungen können nicht immer in den Zusammenhang gestellt werden mit dem großen, ganzen Universum. Jeder, der unseren Podcast hört, der das Blog liest, kann wissen, dass wir durchaus beide Seiten kritisch betrachten und Grobmotoriker, Wildschweincacher und ignorante Deppen ebenso doof finden, wie die Dogmatiker der anderen Seite. Das muss ich aber doch nicht jedes Mal dazu sagen…

    Was Du da durch die Blume forderst ist letztendlich ein Maulkorb. Und damit entmündigst Du vor allem die Hörer. Die Leute da draußen sind doch nicht doof – die haben schon eine eigene Meinung und ich behaupte, dass wir nicht ausschlaggebend sind dafür, ob sich jemand in Deinen Augen positiv oder negativ verhält. Wenn Du die Diskussion in diese Richtung bewegst, dann wird es grundsätzlich. Dann reden wir über die Aufgabe von Medien im gesellschaftlichen Kontext. Und da gibt es genug Beispiele, in denen Menschen versucht haben, mit dem Argument der Verantwortung Veröffentlichungen zu verhindern, die letztlich der Gesellschaft genutzt haben. Das mag jetzt für diesen Fall sehr übertrieben und nicht zutreffend klingen, aber ich sagte ja – so wie Du gerade diskutierst, wird es grundsätzlich und prinzipiell. Und wenn Du dann sagst, auf Grund der Reichweite unseres Podcasts muss ich jede Meinung in Watte packen, beginnt der Bereich, über den ich nicht mehr bereit bin zu diskutieren.

    Der Podcast gibt Denk- und Diskussionsanstöße. Das sieht man ja an Deinen leidenschaftlichen Kommentaren. Du hast da etwas bemerkt, dass Dir nicht passt, und tust Deine Meinung kund. Dazu sind alle anderen auch in der Lage. Und es ist nicht meine Aufgabe, den Podcast so zu gestalten, dass hinterher alle denken: Es ist alles gesagt, kein Diskussionsbedarf mehr.

    Lieber Jens, Du hast schon wieder so eine moralische Ebene in Deinen Kommentar eingebaut: von wegen existenzielle Interessen etc. Das ist in diesem Fall nicht hilfreich, weil es eine Bewertungsebene einzieht, die Emotionen hervorruft. Mal nüchtern betrachtet: Letztlich geht es doch darum: Geocacher, Naturschützer, Waldbesitzer und Jäger bewegen sich in einem rechtlichen Rahmen. Nicht jeder beachtet diesen, aber jeder versucht in den Diskussionen seine Interessen besonders in den Vordergrund zu stellen und dabei den rechtlichen Rahmen zu seinen Gunsten zu verschieben. Dabei haben alle anderen bessere Karten als wir – eben weil wir nur einem Hobby nachgehen. Und weil es keine Minister, Staatssekretäre und Richter gibt, die Geocacher sind, wohl aber solche, die jagen, Wald besitzen und im Naturschutz aktiv sind. Insofern müssen wir gucken, wie wir agieren, damit wir nicht gänzlich ins Abseits gedrängt werden. Das bedeutet einerseits, dass wir mit Köpfchen Caches legen und suchen sollten – also möglichst, so, dass die anderen Interessengruppen nicht provoziert werden, das bedeutet aber auch, dass wir immer wieder diskutieren müssen. Und solche Diskussionen werden durch schnelle Gesetzesänderungen verhindert. Da wird einfach die Klappe zu gemacht, der Holzhammer “Gesetz” benutzt und fertig. Das ist das Ende jeder Diskussion. Und auch wenn wir nur ein Hobby betreiben, so sollte man uns doch ernst nehmen – das verlange ich von jedem Menschen. Dass er den anderen in seinen Interessen Ernst nimmt. Insofern ist das Gesetz Mist, weil es die Diskussion beendet. Es sollte für uns aber natürlich auch ein Zeichen dafür sein, dass wir am kürzeren Hebel sitzen.

    Noch etwas: In Vereinen, Verbänden etc. werden Anweisungen einfach von oben nach unten durchgestellt. Ich liebe dieses Hobby eben genau deshalb, weil es beim Geocaching nicht so ist. Weil wir immer wieder diskutieren müssen, weil wir auf einander Einfluss nehmen müssen, weil es eben etwas mühsamer ist, als die Arbeit in Strukturen, die auf klare Hierarchien setzen. Und zu dieser Diskussion trägt unser Podcast bei. Auch mit – in Deinen Augen – undifferenzierten Äußerungen. Die übrigens nur dann undifferenziert sind, wenn man sie aus dem Kontext “dosenfischer als Ganzes” reißt.

    Hough, ich habe gesprochen. ;-)))))

  19. /sign.

  20. huiuiui, ich möchte nur noch einwerfen das ich kein Vegetarier bin und gerne Fleisch esse, die wilden Deutungen verwirren das alles nur. Von mir aus können die Tiere für den Fleischmarkt mit dem gleichen Gerät umgebraucht werden wie die gezüchteten Tiere, schnell und effizient. Mir geht es einfach nur darum das man Tiere nicht unbedingt mit Gewehren abschießen muss und ich das eher für eine barbarische Variante halte, scheint schwer zu verstehen zu sein 😎

  21. @ sandmann: einen Maulkorb fordere ich nicht! Weitere Kommentare erspare ich mir/euch aber!

  22. Hallo, das Tool von Happyteddy, gibt’s das schon als Beta oder so zum ankucken und runterladen?

    Gruß Elmar von *ElMar*

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